Am Samstagmorgen, die Sonne schien, kam ich aus dem Bad und bemerkte, dass alle meine Socken in der Waschmaschine waren – bis auf ein einzelnes Paar, das sich im Schrank versteckt hatte. Als ich es anzog, bemerkte ich sofort: Ein Loch in der Fersennaht. Mein erster Impuls war es, das Paar beiseite zu legen und ein neues anzuziehen. Doch die anderen Socken, waren ja gerade in der Waschmaschine und so griff ich stattdessen zu Nadel und Stopfgarn.

Bei dieser einfachen Tätigkeit, dem akribischen Flicken des kleinen Lochs, begann ich über etwas viel Größeres nachzudenken: die Reise der Baumwolle von der Plantage bis zu mir, den enormen Wasserverbrauch bei der Herstellung (im weltweiten Durchschnitt werden für eine Tonne Baumwolle 8.500 Kubikmeter Wasser benötigt) und die Frage, wie ein so banales, aber dennoch zentrales Prinzip wie die Reparierbarkeit von Produkten unsere Ressourcen schonen könnte. Und so weitete sich mein Blick von der Socke auf mein ganzes Zuhause und die Rolle, die gutes Design dabei spielt, eine nachhaltigere Welt zu gestalten. Es war klar, dass diese Verantwortung weit über die Ästhetik hinausgeht. Sie beginnt mit den Materialien, den Prinzipien der Gestaltung und den Werten, die wir in unsere Produkte legen.Foto An der Ferse gestopfter blauer Socken

Weiterlesen